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Schritt 5 im "Fahrplan zum Erfolg": So präsentieren Sie sich überzeugend

Wissen Sie, wie Sie sich überzeugend präsentieren können – vor AuftraggeberInnen und Führungskräften? Mit welcher inneren Einstellung und welchen Tricks Sie nach außen hin überzeugend wirken?

Mit dem Wissen wie Sie sich überzeugend präsentieren, können Sie in Erstgesprächen einen möglichst guten Eindruck machen, bei Gesprächen mit Führungskräften souverän wirken und müssen keine Angst haben, mit noch unbekannten MitarbeiterInnen zu reden.

Das musste ich auch alles erst lernen. Als ich mit meiner Selbstständigkeit begonnen habe und meine ersten Erstgespräche mit KundInnen hatte, war ich sehr nervös. Und da war ich dann auch nicht wirklich überzeugend.

Von einem Erstgespräch möchte ich Ihnen erzählen: Ich wurde für eine Methode angefragt, die ich damals noch nicht oft angewendet hatte. Zusätzlich war das meine erste Anfrage, wo ich auf Englisch überzeugen sollte. Plötzlich – ich hatte mit einer Gesprächspartnerin gerechnet – saßen mir 4 Personen gegenüber (Geschäftsführer, Personalleiterin und 2 weitere Personen). Ich war extrem nervös. Mein Gesicht ist rot angelaufen, mir wurde heiß. Und ich habe so viele Vokabeln vergessen. Ich wurde dann für dieses Projekt auch nicht genommen. Im Nachhinein betrachtet: Ich war nicht wirklich überzeugend! Ich hätte mich selbst auch nicht genommen!

Sich gut zu präsentieren und überzeugend zu sein, ist der Schritt 5 in der Mini-Serie "Fahrplan zum Erfolg". Das sind 6 Phasen, die Fachkräfte in der betrieblichen Prävention benötigen, um tatsächlich erfolgreich zu sein.

Es gibt bereits Blogbeiträge zu folgenden Schritten:

Um Arbeitsaufträge zu bekommen, müssen uns die Stakeholder als kompetent und verlässlich wahrnehmen. Sie sollen Vertrauen in uns haben, dass wir die Aufgaben im Arbeits- und Gesundheitsschutz bestmöglich erfüllen.

Auch wenn Sie Unterweisungen machen, Gruppenworkshops leiten oder Besprechungen moderieren: Hier ist ein selbstbewusstes und empathisches Auftreten ebenfalls enorm wichtig, um als hilfreich wahrgenommen zu werden!

Mit den Inhalten in diesem Blogbeitrag schärfen Sie Ihren Außenauftritt vor AuftraggeberInnen, Beschäftigten, Führungskräften und großen Gruppen.

Es gibt von mir ein paar Tipps für 3 Situationen:

  1. Überzeugenden ersten Eindruck machen
  2. Ausschüsse und Steuerungsgruppen von Ihrem Thema überzeugen
  3. Online überzeugend wirken für InteressentInnen 

Situation 1: Überzeugenden ersten Eindruck machen

Viele Menschen gehen von folgendem falschen Glaubenssatz aus: Man ist sich halt sympathisch oder eben nicht.

Es gibt natürlich nur 1 Chance für den 1. Eindruck. Warum ist das so?

Weil …

  • unser Gehirn in Schubladen arbeitet
  • dieser erste Eindruck einen Anker setzt (Einsortierung in Schubladen wie z.B. Schublade "nervöse, junge Beraterin, die nicht einmal Englisch kann" oder Schublade "kompetente Arbeitspsychologin, die ein interessantes Thema vorbringt")
  • es zu einer selektiven Wahrnehmung und Selbstbestätigungsprozessen kommt (sobald man einen Menschen in eine Schublade gesteckt hat, sieht man an dieser Person nur mehr die Dinge, die sie in eben diese Schublade gesteckt haben)

Für einen selbstbewussten ersten Eindruck ist wichtig:

  • Professionelles Erscheinungsbild
  • Direkter Augenkontakt
  • Visitenkarte bei der Hand

3 kleine Tipps, wie Sie einen guten ersten Eindruck machen:

  • Tief atmen: Atmen Sie tief, z.B. bevor Sie einen Raum betreten. Schnelle, flache Atmung beruhigt Sie nicht und beim Gegenüber kommt das sehr inkompetent und nervös an.
  • Ähnlichkeit schaffen: Ähnlichkeit bringt Sympathie, das heißt man mag Menschen eher, wenn sie einem sehr ähnlich sind (z.B. situationsbedingte Kleidung, Entdeckung von ähnlichen Hobbies)
  • Zurücklehnen: Das klingt zwar blöd, aber: Sie machen ein sehr gutes Angebot. Zugreifen muss das Gegenüber. Wer nicht will, der hat schon.

Situation 2: Ausschüsse und Steuerungsgruppen von Ihrem Thema überzeugen

Auch hier gibt es einen falschen Glaubenssatz: Wenn das Projekt fixiert bzw. bestellt ist, dann läuft das und die anderen müssen mitmachen, denn es wurde ja schon entschieden.

Diese Einstellung ist aber falsch: Man braucht viele andere Leute mit im Boot (und nicht nur die Geschäftsführung), damit ein Projekt erfolgreich ist. Um nämlich tatsächlich erfolgreich arbeiten zu können, braucht man MultiplikatorInnen im Unternehmen.

Mein wichtigster Tipp: Überzeugen Sie durch lebensnahe Beispiele! Erzählen Sie von Ihrem eigenen Leben, von anderen Firmenprojekten, von großen und kleinen Erfolgen.

Denn die Ziele sind:

  • Klar machen, worum es hier geht und was es dafür braucht (welche Erfolgsfaktoren dafür nötig sind).
  • Abstrakte Modelle oder Methoden greifbar machen, zum Beispiel:
    • Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz (EpB): Diesen Fachausdruck kennen in den Unternehmen nur sehr wenige Leute. Es ist daher wichtig, deutlich zu machen, worum es hier geht bzw. worum es nicht geht. Ich bringe dann immer ganz klare Beispiele von Stressfaktoren und von Maßnahmen, die ich getroffen habe (im eigenen Leben oder bei den Firmenprojekten), weil ich damit ganz deutlich machen kann, worum es da eigentlich wirklich geht. So konnte ich schon viele Geschäftsführungen, Leitungen in der Personalabteilung und Führungskräfte von diesem Thema überzeugen.
    • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Auch darunter kann man sich nichts oder nur wenig vorstellen, wenn man nicht in dieser Branche tätig ist. Hier kann man ebenfalls die Vorgehensweise sehr genau erklären oder wie man ein solches Projekt in einer anderen Firma aufgesetzt hat.

Situation 3: Online überzeugend wirken für InteressentInnen

Und noch ein weiterer falscher Glaubenssatz ist: Es ist egal, was auf meiner Website steht. Ich überzeuge die Leute dann im Erstgespräch.

Doch wenn die Website nicht überzeugend ist, kommt es gar nicht zu einem Erstgespräch! Sie persönlich können so überzeugend sein, wie Sie wollen. Aber Sie werden nicht eingeladen werden! Darum ist es so wichtig, dass Sie auf Ihrer Website oder auf Social Media-Profilen überzeugend wirken, weil Sie ja möchten, dass potentielle KundInnen Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Ein großer Tipp von mir ist hier Content Marketing (= Werbung durch Fachinhalte). Dabei geht es darum Fachinhalte online zu stellen und damit potentiellen InteressentInnen Informationen anzubieten und inhaltlich zu überzeugen.

  • Formate: Blogartikel, Videos, Podcast, …
  • Ziele: Inhalte erklären, Beispiele geben, menschlich sein
  • Wichtig: Zielgruppengerechte Sprache

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dadurch viele Kontakte entstehen.

Überzeugend wirkt, wer online präsent ist. Wenn Sie aus der Masse herausstechen wollen und mit Ihren Fachinhalten, Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Herangehensweise an Themen überzeugen wollen, dann ist Content Marketing wirklich eine gute Möglichkeit.

Zu all diesen Situationen gibt es viele Inhalte in der Online-Akademie, weil das für die Mitglieder wirklich wichtig ist. Wenn Sie die Online-Akademie noch nicht kennen, schauen Sie sich gerne mal um auf www.pionierederpraevention.com .

Mögliche Aufgabe für Sie

Überlegen Sie doch einmal: Wer wirkt auf Sie überzeugend? Und warum? Gibt es etwas, das Sie sich hier abschauen können?

Im Schritt 6 auf Ihrem Weg zum Erfolg geht es um Beratungskompetenz als Kern von wirksamer Prävention. Das ist dann auch der Abschluss der Mini-Serie "Fahrplan zum Erfolg". Dieser Blogbeitrag erscheint in einer Woche. Freuen Sie sich darauf!

Feedback und Fragen an Veronika Jakl: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Veronika Jakl auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/veronika-jakl/
Hier geht es zur Online-Akademie "Pioniere der Prävention": www.PioniereDerPraevention.com
Veronika Jakl

Arbeitspsychologin, Autorin und Vorstandsvorsitzende des Fachforums für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie.

Begleitet seit 10 Jahren Organisationen dabei motivierende Arbeitsbedingungen zu schaffen und psychische Belastungen zu reduzieren. 
Unterstützt PräventionsexpertInnen, die etwas bewegen wollen.

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