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BUSINESSART: Herausfordernde Berufe

Welche Berufe sind besonders herausfordernd? Muss man das als MitarbeiterIn hinnehmen oder kann man trotzdem auch in diesen Berufen etwas verbessern? Das Magazin Businessart sprach dazu mit Veronika Jakl.

Auszüge des Artikels:

Dass Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten besonders motiviert sind, weiß auch Veronika Jakl. Die Arbeitspsychologin ist Expertin für psychische Belastungen und unterstützt Unternehmen dabei, psychische Belastungen zu ermitteln und Stressfaktoren zu thematisieren – speziell auch in der Arbeit mit Jugendlichen. „Die MitarbeiterInnen machen oft mehr, als im Arbeitsvertrag steht. Man muss sogar aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr reinhängen“, erklärt Jakl. Diese Aufgabe betrifft die Führungskräfte, die überhaupt eine zentrale Rolle bei der Entlastung ihrer MitarbeiterInnen spielen.

 

Die Arbeitspsychologin nutzt drei Varianten, um Stressfaktoren am Arbeitsplatz zu eruieren: durch eine schriftliche Befragung der Angestellten, Gruppendiskussionen oder Beobachtungsinterviews. „80 Prozent der Maßnahmen, die sich dann aus den Ergebnissen ableiten, können von den Führungskräften selbst umgesetzt werden“, meint Jakl. Kurzfristige Lösungen bestehen in regelmäßigen Besprechungen mit MitarbeiterInnen, die sonst meist alleine arbeiten, oder auch Supervisionseinheiten. Sogar eine geänderte Raumaufteilung im Unternehmen kann zur Entlastung beitragen – zum Beispiel durch das Schaffen von Rückzugsräumen.

 

Längerfristige Maßnahmen zielen auf organisatorische Strukturänderungen ab. Dazu Jakl: „Oft fällt uns auf, dass die Führungsspannen zu groß sind. AbteilungsleiterInnen können sich dann nicht um jeden einzelnen Mitarbeiter kümmern. Dann ist es notwendig, eine neue Führungsebene einzuführen“.

 

Woran merken Führungskräfte, dass sie initiativ werden müssen? Was sind die Warnsignale, die auch KollegInnen nicht übersehen sollten? „Klassische Burnout-Warnsignale sind, wenn Menschen zynisch werden und die betreuten Jugendlichen nicht mehr als Klient, sondern nur mehr als Nummer sehen. Das Mitgefühl nimmt ab und die MitarbeiterInnen schotten sich mehr und mehr ab“, weiß Jakl.

 

Autor des Artikels: Markus Mittermüller

Veronika Jakl

Meine Ausbildungen:

  • * Zertifizierte Arbeits- und Organisationspsychologin
  • * Personalpsychologin
  • * Trainerin in der Erwachsenenbildung
  • * Zertifiziert als LEGO(R) SERIOUS PLAY(R) Facilitator

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