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2 Varianten der Quartalsplanung für mehr Erfolg

Es gibt 2 Wege, wie Sie Ihre Quartalsplanung angehen können und verschiedene Fragen, die Sie sich dabei unbedingt stellen sollten. Damit Sie entscheiden können, wie Sie Ihre nächsten 3 Monate planen wollen.

Meine Erfahrung:

In der Akademie "Pioniere der Prävention" machen wir JEDES Quartal eine Quartalsplanung. Von mir gibt es eine Anleitung und jede/jeder macht für sich ihre/seine Planung, aber es gibt natürlich einen gegenseitigen Austausch, d.h. es wird parallel gearbeitet. Und das ist unglaublich inspirierend!

Ein Zitat von Katharina, einem Mitglied der Akademie nach einer Quartalsplanungs-Session:
"Nochmal ganz herzlichen Dank für die tolle Session gestern! Ich fühle mich durchaus inspiriert. Auch der Austausch und einfach das Kennenlernen mit den anderen TeilnehmerInnen war schön; danke dass du uns dafür die Plattform gibst."

Ich habe früher mein Jahr maximal grob geplant. Aber in Wirklichkeit war das eine Planung am Reißbrett, denn in der Realität war es dann immer anders. Warum? Weil ein Zeitraum von 12 Monaten viel zu lange und damit zu unvorhersehbar ist. Man könnte natürlich sagen, dass man sich auf eine Wochenplanung fokussiert. Aber: Das hat den Nachteil, dass das große Ganze verloren geht (wohin man das Business entwickeln möchte). Und daher finde ich, dass eine Quartalsplanung genau richtig ist: Sie ist lange genug, damit ich wichtige, und nicht nur dringende, Dinge im Auge habe. Aber diese Planung ist auch kurz genug, damit ich reagieren kann, wenn z.B. neue Firmenprojekte anstehen. In meinem Arbeitsalltag hat sich dadurch einiges verändert.

2 verschiedene Herangehensweisen:

1) SMART-Ziel

Fokus: Was will ich in Zukunft tun? Was will ich erreichen?

Beispiele:
  • Drei neue TeilnehmerInnen für die Führungskräftefortbildung. Diese sollen angemeldet sein bis Freitag, 30. April.
  • 5 Runden der Unterweisungen für die neue Trenn-Maschine durchgeführt in der Produktion bis 14. Mai.
  • 1 Evakuierungsübung terminlich fixiert mit der Geschäftsführung. Fixierung des Datums bis 31. März.
Vorteile:
  1. Messbar, ob Ziel erreicht wurde oder nicht
  2. Leicht mit anderen Menschen zu teilen und drüber zu reden
  3. Kann man in Qualitätsmanagement-System gießen oder in BSC-Ziele
  4. Kognitiver Ansatz
Nachteil:
  1. Schwarz-weiß: Wenn ich z.B. nur 4 von 5 Runden der Unterweisung geschafft habe, habe ich das Ziel nicht erreicht. Und das kann deprimierend / demotivierend sein.
 

2) Motto-Ziel

Man hat für einen gewissen Zeitraum ein Motto. Ein Motto-Ziel ist weniger schwarz-weiß als ein SMART-Ziel.
Fokus: Wie will ich mich in Zukunft fühlen? Wie will ich sein? Welche Haltung will ich einnehmen? Welches übergeordnete Motto habe ich?

Beispiele:
  1. "Mit kraftvoller Leichtigkeit schaffe ich Struktur."
  2. "Ich bleibe standfest und gehe mit den Umständen mit."
  3. "Ich fülle meinen Entspannungskorb."
  4. "Ich erlaube mir Macht."
  5. "Souverän und aufrecht in die Zukunft."

Zur Erarbeitung verwenden wir die Kraft von Bildern. Denn Bilder sprechen uns emotional sehr an und fassen Dinge oft besser zusammen als Worte. Motto-Ziele enthalten darum oft eine sehr bildhafte Sprache, Metaphern, ...

Vorteile:
  1. Es ist motivierender. Diese Vorgehensweise ist nämlich vor allem dann empfehlenswert, wenn man durch die bisherige Ziel-Planung nicht (genug) motiviert war. Das heißt, wenn man Ziele nicht umgesetzt hat oder Dinge vor sich her geschoben hat.
  2. Motto-Ziele kann man gut im Körper verankern. Zum Beispiel habe ich ein Motto-Ziel von mir in einem Coaching mit einer Hand- und Körperbewegung umgesetzt. Nach einigen Monaten habe ich tatsächlich den genauen Wortlaut nicht mehr gekannt, aber die Bewegung habe ich immer noch gewusst. Und immer, wenn ich diese gemacht habe, habe ich mich wieder motiviert und gestärkt gefühlt. Das hat mir – gerade auch in schwierigen Momenten – Kraft gegeben.
  3. Dies ist auch mit Gegenständen, Gerüchen oder Geschmack machbar.
  4. Ein Motto-Ziel kann eine Leitlinie sein bei Entscheidungen.
Nachteile:
  1. Das Motto-Ziel ist nur dann verstehbar, wenn man beim Entstehungsprozess dabei war (dahinterstehende Ideen).
  2. Es ist eben nur eine Leitlinie und kein 100%ig klarer Arbeitsauftrag.
Beide Herangehensweisen schließen sich nicht aus! Man kann sehr gut zuerst ein Motto-Ziel für das Quartal und darauf aufbauend dann SMARTE-Ziele erarbeiten.
 

Möchten Sie beim Erarbeiten eines Quartalsziels dabei sein?

Kommen Sie einfach in der Akademie vorbei! 4 x im Jahr gibt es zu Beginn des Quartals die Quartalsplanungs-Session.

Damit man ein emotionales, übergeordnetes Ziel hat, bevor man mit den konkreten Verhaltensweisen arbeitet, beginnen wir immer gerne mit der Motto-Entwicklung.

Für die Mitglieder der Akademie gibt es auch eine Anleitung, wie man Motto-Ziele alleine erarbeiten kann.
 

Wichtig für die Quartalsplanung:

Die Überlegung von Zielen und einer klaren Zeitplanung ist wichtig.
Wenn Sie in die SMARTE Richtung gehen, dann denken Sie an verschiedene Aspekte:
  1. Große und kleine - bereits fixierte – Projekte (Eckpfeiler)
  2. Marketing und Vertrieb der eigenen Dienstleistungen, z.B. Social-Media-Postings
  3. Business-Standards: Buchhaltung, Archivierung, ... (denn dafür plant man häufig keine Zeit ein)
  4. Persönliche Ziele, z.B. mehr "Nein" sagen
Viel Freude bei Ihrer nächsten Quartalsplanung! Und ich freue mich über ein Kommentar von Ihnen!

Feedback und Fragen an Veronika Jakl:
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Veronika Jakl

Arbeitspsychologin, Autorin und Vorstandsvorsitzende des Fachforums für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie.

Begleitet seit 10 Jahren Organisationen dabei motivierende Arbeitsbedingungen zu schaffen und psychische Belastungen zu reduzieren. 
Unterstützt PräventionsexpertInnen, die etwas bewegen wollen.

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