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10 Learnings aus 1 Jahr Online-Akademie

In dieser Episode gebe ich ehrliche Einblicke, was ich im vergangenen Jahr gelernt habe. Denn es war das 1. Jahr als Gastgeberin der Online-Akademie "Pioniere der Prävention".

 

Vor genau 1 Jahr habe ich die Türen zur Akademie "Pioniere der Prävention" geöffnet. Das war natürlich sehr aufregend, und hat auch sehr viel Vorarbeit gebraucht. Ich war mir nicht sicher, ob das überhaupt von PräventionsexpertInnen angenommen wird.

Aber: Es hat super geklappt! Und jetzt, ein Jahr später, sind wir eine tolle Gemeinschaft, die jedes Monat wächst. Heute erzähle ich deshalb, was ich in diesem Jahr als Gastgeberin dieser Online-Akademie gelernt habe.

Aber vorher noch ein Hinweis: Die Pioniere sind nicht nur eine Online-Community, sondern es gibt auch jedes Jahr einen Online-Kongress unter diesem Titel. Auch 2021 wieder, vom 23. - 27.08.2021. Die Veranstaltung ist online, Sie können also bequem zuschauen, von wo aus Sie wollen. Ganz viele tolle ReferentInnen sind wieder dabei. Zum Beispiel: Dr. Susanne Kemme, Chemikerin und zuständig für Wissenschaftskommunikation bei Peter Greven Physioderm (Anbieter für beruflichen Hautschutz).

Und ich habe Frau. Dr. Kemme vorab mal gefragt, was ich tun kann, weil ich schon ganz rissige Hände vom Desinfizieren habe. Der Tipp von Frau Dr. Kemme ist: Die Hände gründlich VOR dem Desinfizieren eincremen. Mehr verrät sie uns dann beim Kongress. Da freue ich mich richtig drauf!

Gerne können Sie sich jetzt schon anmelden: www.pionierederpraevention.com/kongress

 

Aber zurück zum heutigen Thema: Die Online-Akademie für Pioniere der Prävention

Heute dreht sich alles um das 1. Jahr der Online-Akademie "Pioniere der Prävention". Ich habe so viel gelernt in diesem Jahr. Und ich kann mich noch gut erinnern: Genau heute vor 1 Jahr, das war der 30.06.2020, waren wir mitten in der Phase der Lockerungen nach dem 1. Pandemie-Lockdown in Österreich. Mein Arbeitsleben hatte sich komplett verändert gehabt, von täglichen Workshops in Seminarräumen hin zum reinen Online-Arbeiten.

Und ich hätte damals NIE vorhergesehen, wie sich das nächste Jahr entwickeln wird. In einem Jahr kann man wirklich viel weiterbringen. Wenn Sie also auch ein großes Projekt oder eine große berufliche Veränderung vor sich haben, dann hoffe ich, dass Ihnen diese Episode Mut macht und zeigt, was man in 1 Jahr alles verändern und lernen kann!

 

Meine 10 Learnings aus dem 1. Jahr der Online-Akademie:

1. Online Austausch geht auch tief und kann sehr persönlich sein.

Die meisten Mitglieder kenne ich nur online und trotzdem sind wir sehr eng miteinander verbunden. Und ich weiß, dass meine Pioniere das auch so sehen:

  • Michaela hat einmal gesagt: "Ich mag besonders das miteinander Lachen, Austauschen, immer wieder neue Themen Entdecken und inspiriert zu werden. Die Akademie hat meine Erwartungen mehr als erfüllt!"
  • Peter hat einmal geschrieben: "Wissen Sie, was die Freude und mich an meinem heutigen Tag schier hat explodieren lassen? Dass ich bei einem fantastischen Stammtisch dabei sein durfte und wundervolle Menschen getroffen habe! Ich bin noch immer ganz hin und weg was ich da heute erleben durfte!"

Diese Gemeinschaft, dieser Austausch ist ein wichtiger Aspekt und das geht auch online wirklich super!

2. Asynchrones Lernen ist der Schlüssel.

Warum sollte ich mir Vorträge nur zu einem bestimmten Zeitpunkt anhören? Auch im Vergleich zum Austausch mit KollegInnen hat eine Online-Akademie den Vorteil, dass ich mir die Inhalte dann holen kann, wenn ich sie gerade brauche.

  • Ein Mitglied hat mir mal geschrieben: "ich hab es heute wieder nicht geschafft zum Stammtisch. Super ist, dass ich mir die Beiträge am Abend entspannt ansehen kann und die wertvollen Dinge herausholen kann - auch wenn ich nicht dabei war - das ist echt stark."
  • Von einer Arbeitsmedizinerin habe ich gelesen: "Ich bin zwar in einem arbeitsmedizinischen Zentrum angestellt und bekomme dort natürlich auch Unterstützung, aber nicht so strukturiert und gut aufbereitet wie hier."

Auch ich selbst liebe Online-Kurse, die ich mit meinem Arbeitsalltag und den Kundenterminen unter einen Hut bringen kann. Denn einen ganzen Tag für ein Seminar einzuplanen, ist oft schwierig.

Aber ich weiß auch:

3. Inhalte bringen nichts ohne Reflexion!

Nur Videos anzuschauen ohne Austausch, Anwendung oder Möglichkeit Fragen zu stellen, ist wertlos. Ich kenne selbst eine Online-Akademie, in der man sich zwar 1.000de Videos anschauen kann. Man kann sogar kommentieren, aber man sieht, dass in den letzten 8 Monaten keine Fragen beantwortet wurden von den Betreibern. Das macht kein gutes Bild und keine gute Atmosphäre. Da habe ich als Mitglied eher den Eindruck, dass von mir als Kundin nur das Geld zählt, aber meine Zufriedenheit egal ist.

Darum ist es mir so wichtig, dass es – wenn es Inhalte fachlicher Natur sind – immer auch die Möglichkeit gibt, das zu reflektieren.

4. Die Welt der Prävention ist noch bunter als ich dachte!

Ich habe die letzten 10, 11 Jahre viel mit Fachkräften für Arbeitssicherheit, ArbeitsmedizinerInnen und BGM-ExpertInnen zu tun gehabt. Und natürlich kenne ich mich in der Arbeitspsychologie sehr gut aus. Aber durch die Akademie habe ich noch viel mehr Facetten der betrieblichen Prävention kennenlernen dürfen:

  • InnenarchitektInnen, die sich mit Raumplanung aus psychologischer Sicht auseinandersetzen
  • Leute, die öffentliche Beratungsstellen in dem Kontext leiten
  • Behörden-VertreterInnen, auch aus der Schweiz und Deutschland
  • TrainerInnen für Didaktik in diesem Themenfeld

Danke an alle Mitglieder!

Renate, auch ein Mitglied bei uns, hat mir geschrieben: "Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Bereichen. Das finde ich sehr spannend. Jeder Besuch war bisher ein kleines Lern-Nugget und/oder eine wertvolle Begegnung mit anderen Pionierenden ;-)"

5. Es gibt in allen Menschen das tiefe Bedürfnis, andere Menschen zu verstehen.

Das habe ich von mir selbst gekannt, deshalb habe ich Psychologie studiert. Aber ich habe hier dann gesehen, wie auch in anderen Bereichen dieses psychologische Wissen aufgesaugt wird, z.B. bei Leuten, die aus der Arbeitssicherheit kommen. Und das ist so wichtig: Denn mit psychologischem Wissen versteht man nicht nur andere Menschen und deren Verhalten besser, sondern auch sich selbst.

Svenja hat mal gesagt: "Durch die Akademie ist mir klar geworden, wie wichtig meine persönliche Haltung für den Erfolg meiner Arbeit ist."

6. Ich brauche nicht genau wissen, wie das Ergebnis aussehen muss. Ich muss mich nur auf den Weg machen.

Mir war vor einem Jahr auch nicht klar, wie sich die Online-Akademie entwickeln wird. Natürlich habe ich eine Idee gehabt. Aber das hat sich über die Monate auch verändert. Denn die Mitglieder helfen dabei, es herauszufinden, wie die Online-Akademie im Idealfall ausschauen soll! Wie bei der Arbeitsgestaltung: Ich bin die Expertin für den Prozess, aber die MitarbeiterInnen wissen, was sie inhaltlich wollen.

7. Ich muss Gelegenheiten dann nutzen, wenn sie sich bieten.

Ganz zu Beginn der Pandemie habe ich einen Seminarausfall (plötzlich fast keine Aufträge mehr) gehabt für die nächsten 2 Monate, es sind ständig Absagen gekommen. Natürlich hat mich das im ersten Moment sehr verunsichert.

Aber ich habe mir dann im 1. Lockdown - am 19.3.2020 - recht rasch eine Liste geschrieben, wofür ich denn nun diese Zeit nutzen will. Nämlich für Dinge, die ich schon immer mal machen wollte, aber bislang keine Zeit dafür hatte. Und eins davon waren die "Pioniere der Prävention". Diese Gelegenheit habe ich dann beim Schopf gepackt!

Im Nachhinein kann ich sagen: Ich weiß nicht, wie das neben dem Alltag als Arbeitspsychologin hätte funktionieren sollen! Das wäre sonst wahrscheinlich nicht so schnell, oder vielleicht sogar nie, passiert.

8. Ich darf nicht auf Leute hören, die mein Business nicht kennen / nicht meine Zielgruppe sind.

Wie ich die Akademie aufgebaut habe, habe ich immer wieder gehört: "zu teuer", "gibt ja auch kostenlose Angebote im Internet", "braucht ja keiner", "die Leute wollen nur Vor-Ort-Seminare mit Verpflegung" usw.

Mit diesem Feedback muss man umgehen lernen als Selbstständige/r. Und es trifft sicher auch auf einige Leute zu, dass diese z.B. lieber ein Seminar mit Verpflegung in einem netten Seminarhotel möchten. Aber: Diese Leute sind nicht meine Zielgruppe! Meine Zielgruppe sind Menschen, die bereit sind ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen für ihre Fortbildung, die bereits sind für online, die die Zeitunabhängigkeit genießen und die auch Teil einer Gemeinschaft sein wollen.

Von denjenigen, die hier nicht meine Zielgruppe sind, muss ich dieses Feedback auch nicht annehmen. Ich kann mich für die Information bedanken, aber ich brauche damit nichts zu machen.

9. "Ich bin so dankbar für meine Selbstständigkeit!"

Ja, der Beginn der Pandemie war extrem hart. Plötzlich wurden innerhalb weniger Tage alle Workshops und Seminare abgesagt. Das war verunsichernd. Aber ich habe dadurch die Möglichkeit gehabt, meine Ideen zu verwirklichen.

Ich habe mir klar gemacht: Es geht um meine eigene Vision! Wie möchte ich arbeiten? Mit wem möchte ich arbeiten? Was will ich anbieten? Hier bin ich so viel flexibler als Angestellte und dafür bin ich dankbar!

10. Veronika, verfolge deine Träume!

Ich habe ständig neue Ideen. In meinem Projektmanagement-Tool habe ich z.B. eine ganze Liste mit Podcast-Episoden, die ich aufnehmen will. Da sind Ideen für 2 bis 3 Jahre gespeichert!

Ich habe gelernt: Wenn mich etwas nicht loslässt, wenn ich immer wieder daran denke, dann muss ich es auch machen! Denn Selbstständigkeit ist ja ein ständiges Experiment. Man kann immer wieder Dinge ausprobieren und schauen, was klappt.

 

Thomas Mackenstein hat auf LinkedIn geschrieben: "Suchen Sie ein interdisziplinäres Netzwerk der Extraklasse? Dann sind Sie bei den Pionieren der Prävention richtig."

 

Wie ist das bei Ihnen? Was war Ihr größtes Learning im letzten Jahr? Schreiben Sie mir gerne auf LinkedIn oder Twitter - #pionierederpraevention - oder eine Direktnachricht, wenn Sie schüchtern sind ;-) Alles Gute!

Feedback und Fragen an Veronika Jakl:
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Veronika Jakl auf LinkedIn:
Hier geht es zur Online-Akademie "Pioniere der Prävention":

Veronika Jakl

Arbeitspsychologin, Autorin und Vorstandsvorsitzende des Fachforums für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie.

Begleitet seit 10 Jahren Organisationen dabei motivierende Arbeitsbedingungen zu schaffen und psychische Belastungen zu reduzieren. 
Unterstützt PräventionsexpertInnen, die etwas bewegen wollen.

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