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HRweb.at: Interview zu Mitarbeiter-Führung im Home-Office

Führungskraft eines Teams im Home-Office zu sein ist eine spannende Herausforderung. HRweb.at bat dazu Veronika Jakl um Experten-Tipps.

Wie gelingt Führungskräften, den Mitarbeitern während der Home-Office-Zeit zwangsläufig mehr Eigenständigkeit zu geben und dennoch die Führungsrolle nicht aus der Hand gleiten zu lassen? Bitte um konkrete Tipps.

Veronika Jakl:

"Überlegen Sie sich grundsätzlich: Wie sehen Sie Ihre Rolle als Führungskraft? Wofür sehen Sie sich zuständig? Was ist Ihr Ziel mit Ihrem Team?

Nachdem in vielen Firmen bereits vor einigen Wochen das „Corona-Home-Office“ eingeführt wurde, können Sie für sich – oder besser noch mit Ihrem Team – reflektieren, was bislang gut geklappt hat und wo es vermehrten Abstimmungsbedarf gibt. Hatten alle einen Überblick über die anstehenden Aufgaben und Ziele? Waren alle Unterlagen verfügbar? Wo braucht es mehr Abstimmung untereinander? Wo war es vielleicht schon zu viel?

Drittens, bedenken Sie auch: Dies ist KEIN normales Home-Office! Viele Ihrer Teammitglieder haben wahrscheinlich nebenbei Betreuungspflichten und tun sich schwer damit so konzentriert wie sonst zu arbeiten. Geben Sie ihnen daher vor allem zeitliche Flexibilität. Auch wenn vorher 9:00-17:00 normal war, kann es jetzt leichter einteilbar sein von 06:00 – 08:00 / 10:00 – 11:30 / 12:30 – 15:30 / 19:30 – 21:00 zu arbeiten. Das hat nichts mit Faulheit oder Demotivation zu tun, sondern nur mit den speziellen Rahmenbedingungen, die aktuell herrschen."

Original-Artikel auf www.hrweb.at

Veronika Jakl

Arbeitspsychologin, Autorin und Vorstandsvorsitzende des Fachforums für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie.

Begleitet seit 10 Jahren Organisationen dabei motivierende Arbeitsbedingungen zu schaffen und psychische Belastungen zu reduzieren. 
Unterstützt PräventionsexpertInnen, die etwas bewegen wollen.

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